Ausbildungsboerse.com Startseite


Bewerbungsschreiben verfassen – Tipps zum Erfolg

Dokument: Deutschland, 18.04.2018 10:47 Uhr (skr)

Ein schlagkräftiges Bewerbungsschreiben ist unerlässlich, wenn es darum geht, in die engere Auswahl für eine attraktive Stelle zu kommen. Damit die Bewerbung erfolgreich ist, sind einige Regeln unbedingt zu beachten. Wer sich an die Stelle des Recruiters versetzen und diesen persönlich ansprechen kann, hat gute Aussichten auf ein persönliches Bewerbungsgespräch.

1.) Briefpapier und Briefkopf

Bei jeder Bewerbung zählt der erste Eindruck. Dazu gehört auch die Wahl des richtigen Papiers: dünnes Kopierpapier zerknittert schnell und macht einen billigen Eindruck. Besser ist ein hochwertiges Papier mit einem Gewicht von 100 oder 120 Gramm pro Quadratmeter.

Außerdem essenziell: die Kopfzeile, die Name, Anschrift und Kontaktdaten enthält. Besonders professionell wirkt ein personalisiertes Briefpapier – abgesehen vom persönlichen Design liegt der Vorteil hier im einheitlichen Erscheinungsbild jeglicher Korrespondenz. Anbieter wie Helloprint bieten praktische Vorlagen für verschiedene Zwecke und Berufssparten an. Für eine Bewerbung empfiehlt es sich, ein möglichst schlichtes, neutrales Design zu wählen – zu auffällige Kreationen können marktschreierisch und damit abschreckend wirken.

Hochwertiges Briefpapier
Ein hochwertiges Briefpapier hinterlässt einen guten ersten Eindruck. Quelle: pixabaycom @ 422737

 

2.) Der Aufbau

Abgesehen von den eigenen Kontaktdetails sind folgende Informationen in einem Bewerbungsschreiben unverzichtbar: Unter der persönlichen Anschrift steht das Datum. Darauf folgen linksbündig Name und Adresse des Empfängers, die Betreffzeile, sowie eine persönliche Anrede. Der Textkörper selbst gliedert sich in vier Abschnitte. Am Anfang steht eine Einleitung, die erklärt, welche Beweggründe zu dieser Bewerbung führen. Der Hauptteil streicht die eigenen Kompetenzen heraus. Darauf folgt ein unternehmensbezogener Abschnitt, der erläutert, warum Sie sich gerade für diese Stelle in dieser Firma bewerben. Das Anschreiben sollte immer mit dem Wunsch zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch und einer Standard-Grußformel enden. Ganz am Ende stehen die Unterschrift, sowie eine Anmerkung zur Art und Anzahl vorhandener Anlagen.

Ein persönlich und direkt formuliertes Anschreiben sticht aus dem Stapel an Bewerbungen heraus.
Ein persönlich und direkt formuliertes Anschreiben sticht aus dem Stapel an Bewerbungen heraus. Quelle: pixabay.com @ Bru-nO

 
3.) Der Inhalt
Der Hauptteil stellt das Herz jedes Bewerbungsschreibens dar. Um die Aufmerksamkeit des Personalleiters zu wecken, sollte der Inhalt relevant, floskelfrei und gut strukturiert sein. Beschreiben Sie in der Einleitung, warum Sie sich gerade für diese Stelle bewerben. Der Mittelteil darf sich dann der Eigenwerbung widmen: Streichen Sie heraus, welche Ihrer persönlichen Fähigkeiten relevant für diese Stelle sind. Welche passenden Erfahrungen aus Beruf oder Ausbildung haben Sie vorzuweisen? Auch Erfahrungen aus dem privaten Umfeld können hier stehen, wenn sie relevant sind. Nichtssagende Standard-Floskeln wie „Ich bin stress-resistent und teamfähig“ sind aber zu vermeiden, sie können mehr schaden als nützen.

Der Sinn des unternehmensbezogenen Abschnitts ist es, die im Raum stehende Frage „Warum bewerbe ich mich gerade hier?“ zu beantworten. Personaler möchten wissen, was gerade an ihrem Unternehmen attraktiv ist. Eine gründliche Recherche der betreffenden Firma zahlt sich deshalb auf jeden Fall aus – detailliertes Wissen beweist echtes Interesse.

4.) Häufige Fehlerquellen
Es gibt einige Punkte, die garantiert dafür sorgen, dass eine Bewerbung sofort im Papierkorb landet. Ganz oben auf der Liste peinlicher Fehler steht eine unpersönliche Anrede: „Sehr geehrte Damen und Herren!“ ist ein absolutes No-Go. Wer sich nicht die Mühe macht, den Namen der zuständigen Person herauszufinden, sollte sich gar nicht bewerben. Ein weiterer häufiger Fehler ist, das Anschreiben mit einer umständlichen Floskel wie „Ich möchte mich hiermit für die Stelle XY bewerben“ zu beginnen. Besser ist, direkt auf den Punkt zu kommen und zu sagen, was genau an der Stelle von Interesse ist.

Ansonsten gilt es zu vermeiden: Lange Schachtelsätze, Passivkonstruktionen, Grammatik- und Rechtschreibfehler, falsch geschriebene Namen, grobe Übertreibungen, zu viele Konjunktive (könnte, dürfte, würde…). Bleiben Sie ehrlich, direkt und klar – dann hat auch Ihre Bewerbung gute Aussichten, erfolgreich zu sein.
Bildquellen:
pixabay.com @ 422737
pixabay.com @ Bru-nO

 
 
Ausbildungsboerse.com Portalsystem 2018 © RK online Verlag GmbH