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Bauwirtschaft setzt auf Qualität in der Ausbildung

Deutschland, 11.01.2012 09:36 Uhr

Berlin (ots) - "Ent­gegen der land­läu­figen Meinung, ein Beruf am Bau bedeute nur Maloche und Still­stand, bietet die Bauwirt­schaft ein viel­fäl­tiges System zur Fort-und Weiter­bil­dung mit besten Aufstiegschancen. Egal ob Vorar­beiter, Werk­po­lier, Geprüfter Polier oder Meis­ter - und damit Unter­nehmer, einem gut ausge­bil­deten Gesellen stehen viele Türen offen." So der Vize­prä­si­dent des Zentral­ver­bandes des Deut­schen Bauge­werbes, Frank Dupré heute in Berlin.

Baugewerbe bietet beste Aufstiegschancen

Damit das auch so bleibt, unterliegt die Ausbildung der jungen Nachwuchskräfte strengen Qualitätskriterien. Die betriebliche Ausbildung der Lehrlinge wird durch eine überbetriebliche Ausbildung erweitert und vertieft. Dafür stehen über 220 Ausbildungszentren der Branche zur Verfügung.

Die Qualität der überbetrieblichen Ausbildung hat in der Bauwirtschaft seit jeher einen hohen Stellenwert. Jährlich werden ca. 300 Mio. Euro für die Erstattung betrieblicher und überbetrieblicher Ausbildungskosten aus Mitteln, die die Betriebe der Bauwirtschaft aufgrund einer tarifvertraglichen Regelung selbst aufbringen, aufgewendet. Zwei Drittel davon fließen in die Erstattung von Ausbildungskosten in die Ausbildungsbetriebe, ein Drittel in die Ausbildungszentren.

Damit der hohe Standard der überbetrieblichen Ausbildung erhalten bleibt, hat die Branche eine Qualitätsoffensive gestartet: "Das Ausbildungsangebot, die Ausbildungsleistungen, die Qualität und die Kompetenz der Ausbilder, aber auch die Infrastruktur in den Ausbildungszentren sowie die Zusammenarbeit zwischen Zentren und Ausbildungsbetrieben sind ganz entscheidend für die Zufriedenheit der Ausbildungsbetriebe mit dem gesamten Ausbildungssystem." Erläuterte Dupré die Beweggründe für die Qualitätsoffensive.

Dupré weiter: "Die Fachkräftesicherung für unseren Wirtschaftszweig hängt ganz wesentlich von der Bereitschaft unserer Betriebe, in Ausbildung zu investieren, ab. Trotz überbetrieblicher Ausbildung und trotz teilweiser Erstattung von Kosten tragen die Betriebe die Hauptlast der Ausbildung. Auch die Ausbildungszentren müssen daher ihren Beitrag auf einem qualitativ hohen Niveau leisten. Das Spektrum heutiger wie zukünftiger Bauaufgaben muss sich in der Ausbildung widerspiegeln."

Hinzu kommt, dass angesichts vieler neuer Aufgaben, z.B. im Bereich der energetischen Gebäudesanierung, die Komplexität der Arbeit am Bau kontinuierlich zunimmt. Um dafür gewappnet zu sein, müssen Facharbeiter wie in anderen Branchen auch, sich permanent fortbilden. Ein Großteil der Fort- und Weiterbildung findet auch in den Ausbildungszentren der Branche statt.

Auch vor diesem Hintergrund ist die Qualitätsoffensive zu sehen. Erstmals sind in dem für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrag über die Berufsbildung im Baugewerbe verbindliche, bundesweit einheitliche Standards für die überbetriebliche Ausbildung festgelegt worden. Deren Einhaltung wird zukünftig regelmäßig geprüft werden. Mit diesem eindeutigen Bekenntnis zur Qualität der Ausbildung stellt sich die Bauwirtschaft auch im Wettbewerb der Branchen um den Fachkräftenachwuchs neu auf. "Die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft soll weiterhin auf dem qualitativ höchst möglichen Niveau angeboten werden. Wir versprechen uns einen erheblichen Qualitätsschub und eine deutliche Imageverbesserung von der jetzt auf den Weg gebrachten Qualitätsoffensive." So Dupré abschließend.

Quelle: presseportal.de

 

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