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Handwerken kreativ

Deutschland, 27.07.2010 15:48 Uhr (skr)

Eine künstlerische Begabung ist ein besonderes Talent, das nicht jeder sein eigen nennen kann. Nicht immer will man dann auch einen rein künstlerischen Beruf ergreifen, der wohl am ehesten in Studiengängen wie Industrie- oder Kommunikationsdesign erlernt werden kann. Für den Fall, dass die Hochschule nichts für einen ist, oder man verschwitzt hat, die Qualifikation dazu zu erwerben, gibt es reichlich Alternativen für künstlerische Berufe im Handwerk.

Ob draußen oder drinnen
Kreativität ins Handwerk einbringen kann man in vielen Berufen. Allerdings nur, wenn man auf einer Hierarchieebene steht, die es einem gestattet nicht nur Auftragsarbeiten, die meist nach festen Vorgaben gemacht werden sollen, auszuführen, sondern in der Gestaltung selbst mitmischen kann. So würde vielleicht Maler und Lackierer zunächst kreativ klingen, jedoch ist Zäune anmalen und Zimmer tapezieren im Endeffekt alles andere als künstlerisches Schaffen. Besser ist, wenn man in der „Ideenabteilung“ eines Handwerkunternehmens Fuß fassen kann, um die Möglichkeit zu erhalten, seine eigenen Gestaltungsideen einzubringen. So kann man als Tischler z.B. bei der Konzeption und Gestaltung von Klettertürmen der Firma Climbingframes mitwirken und eigene Ideen in die Ausführung mit einbringen. Wer als Ausbildung Holzbau oder auch Gartenlandschaftsbau wählt, kann auch bei der Gestaltung und Erstellung von Kinderspiel- und Sportplätzen mitarbeiten. Auch hier gilt wieder, dass man eine gewisse Position erreicht haben muss, um wirklich auch selbst kreativ zu arbeiten. Im Holzbau kann man auch bei der Restauration alter Möbel seiner gestalterischen Ader fröhnen, da die Art der Aufarbeitung und Details, wie Griffe und Knöpfe oder auch die Farbgebung, meist dem Restaurator überlassen sind. Auch im Garten- und Landschaftsbau lassen sich praktische Begabungen und handwerkliches Geschick mit Kreativität verbinden.

Weiterbildung möglich
Hat man einmal eine Ausbildung zum Tischler oder ähnlichem gemacht, besteht auch die Möglichkeit sich nach einigen Jahren Berufserfahrung weiterzubilden. So kann man ein duales Studium zum Holztechniker absolvieren, eine besonders kreative Note bekommt man auch, wenn man sich zum Bühnen- oder Kulissenbauer fortbildet. Dort arbeitet man nicht nur gestalterisch, sondern kommt auch tagtäglich mit Theatermenschen und kreativ Schaffenden zusammen, denen man im „normalen“ Tischleralltag kaum begegnen würde. Darüber hinaus gibt es Holzbildhauer und Möbeldesigner, deren Werdegang auch jeweils mit einer Lehre gestartet hat. Eine Verbindung von dem Know-How aus der Praxis und theoretischem Wissen bietet sich immer an. Denn nur wer das Material kennt und genau weiß, welche Eigenschaften es bei der Be- und Verarbeitung hat, kann wissen, welche Gestaltungsmöglichkeiten sich bei der jeweiligen Holzsorte ergeben.

 

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