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"Lernmittelfreiheit für alle"

Deutschland, 20.05.2007 09:47 Uhr (sor)

Meschede. In die Offensive geht der Sozialdienst katholischer Frauen für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Mit einer "Schulbedarfsbörse" reagiert der Sozialdienst katholischer Frauen unter anderem darauf, dass für Kinder von Arbeitslosengeld II Empfängern seit dem vergangenen Jahr der Eigenanteil für Bücher und Lernmittel, die sie zum neuen Schuljahr kaufen müssen, entfällt.

Sozi­al­dienst Katho­li­scher Frauen initi­iert "Schul­be­darfs­börse"

"Lernmittelfreiheit muss es aber auch für ALG II Empfänger und Kinder von Asylbewerbern geben", fordert Pia Rottmann vom SkF Meschede und zuständig für das Projekt. Immer wieder gingen Anfragen von betroffenen Familien ein, die nicht wissen, woher sie das Geld für Schulbücher und Schulbedarf nehmen sollen. Kommunen könnten freiwillig die Kosten übernehmen.

Da es sich jedoch um freiwillige Leistungen handelt, falle dies e zum Beispiel bei der Stadt Meschede, die wie so viele Kommunen mit einem Haushaltssicherungskonzept arbeitet, weg. Der SkF sieht die Gefahr, dass die schlechten Ergebnisse der PISA-Studie zementiert würden. In keinem anderen Land sei der Zusammenhang zwischen Armut und mangelnder Schulbildung so groß wie in Deutschland.

"Sind auf Spenden angewiesen"

Ziel der "Schulbedarfsbörse" sei einmal die Schaffung von optimalen Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und die Steigerung des Lernerfolgs zur besseren Teilhabe am beruflichen Leben, so Pia Rottmann.

207 Euro stünden den Familien mit ALG II pro Kind monatlich zur Verfügung. Davon müssen alle Kosten für Kleidung, Lebensmittel, den Schulausflug, den Freibadeintritt und Weiteres getragen werden. "40 bis 60 Euro allein für Bücher, die zum Beispiel im Gymnasium durchaus anfallen, sind da schon viel", meint Rottmann. Noch härter treffe es die Asylbewerber, die nach dem Asylbewerberleistungsgesetz mit fast einem Drittel weniger Geld auskommen müssen. Zu den Büchern kämen die notwendigen Materialien wie Taschenrechner, Hefte und Malutensilien ebenso wie Fahrt- und Kopierkosten, Klassenfahrten, AG's und Nachhilfe. Auch hier summierten sich die Ausgaben schnell auf 40 Euro. "Wir sind für unsere Aktion natürlich auf Spenden angewiesen", stellt Pia Rottmann fest, die auf das Spendenkonto des SkF bei der Bank für Kirche und Caritas Paderborn (Kontonummer: 10 370 400, BLZ 472 603 07) hinweist. Über die Aktion hat der SkF inzwischen auch die Schulen informiert, die dies positiv aufgenommen hätten.

 

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